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Junghoteliers planen neues Gästehaus

CREUSSEN - Noch liegt das "Gärtlein" idyllisch im Grünen schräg gegenüber der Schule. Bald kommt das neue Öko-Baugebiet hier hin, und die jungen Pächter des Gasthauses freuen sich darauf: Es wird noch mehr Leben dort einkehren, wo Diana (25) und Martin Freiberger (26) ab Herbst mit ihrem geplanten Gästehaus für Gemütlichkeit sorgen möchten. Fortsetzung


Diana und Martin Freiberger erweitern so das Creußener Traditionsgasthaus "Im Gärtlein"





Junghoteliers planen neues Gästehaus

Elf Doppelzimmer entstehen als Ersatz für den früher favorisierten Landgasthof - Viel Erfahrung

CREUSSEN - Noch liegt das "Gärtlein" idyllisch im Grünen schräg gegenüber der Schule. Bald kommt das neue Öko-Baugebiet hier hin, und die jungen Pächter des Gasthauses freuen sich darauf: Es wird noch mehr Leben dort einkehren, wo Diana (25) und Martin Freiberger (26) ab Herbst mit ihrem geplanten Gästehaus für Gemütlichkeit sorgen möchten.

Seit August 1999 haben sie den Gasthof mit seiner Kegelbahn gemietet. Ihr Vertrag läuft noch mindestens 15 Jahre lang, so dass sich die Investition für die zwölf Doppelbetten mit Frühstücksraum, Rezeption und Küche lohnt. Der Komplex soll im Osten entstehen und bekommt eine Solaranlage aufs Dach - getreu den solarbetriebenen Einfamilienhäusern gegenüber.

Dieses Gästehaus ist die verkleinerte Version eines früheren Planes. Damals wollte Martin Freiberger einen Landgasthof mit über 20 Zimmern errichten. Aber weil das Land Bayern nicht in die Finanzierung einstieg, hielten sich auch die Banken zurück.

Jetzt gibt es diese Vorbehalte nicht: Im Dezember war die Finanzierung gesichert, und im März, sobald es taut, sollen die Arbeiter anrücken.

Wenn dann im September Einzug ist, hören endlich die Klagen der Creußener Geschäftsleute auf, dass sie für ihre Vertreter keine Unterkünfte bekommen. Dann sind auch die Urlauber zufrieden, und Wagner-Fans fühlen sich wohl am Rand der Festspielstadt: "Wir wollen uns nicht auf die Festspielgäste versteifen, aber wir werben für uns. Schließlich sind es nur acht Minuten nach Bayreuth, und hier hat der Gast schöne Natur vor dem Fenster, weidende Kühe", so Martin Freiberger.

Gemeinsame Stationen

Der Engelmannsreuther lernte genau wie seine Frau in Auerbach im "Goldnen Löwen" - er als Koch, sie als Hotelfachfrau. Er schloss im Hotel Thiergarten eine Ausbildung zum Hotelfachmann an, sie war dort Restaurantleiterin. Er sah sich nach zwei Jahren als Direktionsassistent noch im Arvena Kongress Hotel in Bayreuth um ("Da gab's die große Küche, da konnte man Massen sehen"), sie wurde Verkaufsleiterin im Bindlacher Transmar Travelhotel.

Kochkünstler

Daneben war Martin Freiberger erfolgreich in Wettbewerben. Er wurde bayrischer Vizemeister im Kochen und stand in der deutschen Nationalmannschaft der Köche. Beim deutschen Weinpokal schnitt er als einer der zehn Besten ab.

All dies nutzt er aber bewusst nicht, um aus dem "Gärtlein" eine Nobelunterkunft zu machen: "Wir sind auf dem Land, und richten uns nach dem Geldbeutel unserer Kunden. Ich möchte normal bleiben, nicht überkandidelt. Der Schweinebraten kostet immer noch 10,80 Mark."

Auch bei den Bettenpreisen stoppt Martin Freiberger: 30 Euro fürs Einzelbett, zwischen 40 und 50 kostet das Doppelzimmer. "Da ist der Fernseher dabei, Telefon und Frühstücksbuffet. Wir möchten normalen Zwei- bis Drei-Sterne-Standard."


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Gastronomen-Ehepaar Diana und Martin Freiberger investieren viel Geld

in ein neues Gästehaus "Im Gärtlein" Rechtzeitig zum Stadtjubiläum Gästebetten. Bisher kein Fremdenzimmer in Creußen - Richtfest gefeiert - Im September Eröffnung - Schon große Nachfrage

CREUSSEN - Man hält es kaum für möglich: Creußen hat zwar eine wunderschöne Altstadt und ein weit über die Stadtgrenzen hinaus bedeutendes Krügemuseum, aber kein einziges Fremdenzimmer. Das soll sich bald ändern: Spätestens zur 1000-Jahr-Feier 2003 stehen für Gäste adäquate Hotelbtten zur Verfügung.

Im März begannen Diana und Martin Freiberger, die Pächter der FC-Sportheim-Gaststätte "Im Gärtlein", mit den Bauarbeiten, jetzt konnten sie schon Richtfest feiern. Spätestens ab September stehen im Gästehaus insgesamt elf Doppelzimmer mit Zwei-Sterne-Standard zur Verfügung.

Die Nachfrage ist laut Martin Freiberger jetzt schon immens, sei es von Firmen, die hier Tagungen abhalten oder von Privatleuten, die bei Familienfeiern ihre Gäste unterbringen wollen. Das Gastronomen-Ehepaar: "Immer mehr Leute wünschen ein Komplettangebot und da gehören Zimmer einfach dazu."

Das Hotel, das ausschließlich von heimischen Firmen errichtet wird, ist zwar mit einem Frühstücksraum und einer eigenen Küche ausgestattet, ansonsten aber werden die Gäste in der benachbarten Gaststätte versorgt.

Insgesamt investiert die Familie Freiberger einen siebenstelligen Betrag in den Neubau, der trotz seiner ruhigen Lage doch äußerst verkehrsgünstig zwischen Pegnitz und Bayreuth liegt. Auch zur Autobahn bei Trockau ist es nur einen Katzensprung.

22.5.2002 0:00 MEZ

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